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J.B.O.
Beatallica
13.12.2009 LKA lOnghorn, Stuttgart Wangen
Es ist Sonntag der
13.12.2009.An diesem tierisch kalten Abend hindert uns trotzdem nichts
daran die Pferde zu satteln und glorreich ins LKA zu reiten. Hier
erwarten uns neben der Spaßtruppe von „J.B.O.“ auch die uns bisher
unbekannten „Beatallica“ aus den USA. „Beatallica's“ Konzept, und zwar
das Mischen von Metallica und den Beatles, wirkt nicht nur auf den
ersten Blick absolut grausam, sonder auch auf den Zweiten. Sie bieten
einem den absoluten musikalischen Supergau. Schon der erste Song bei
dem „Battery“ einer ungleichen Tortur unterzogen wird treibt einem
die Tränen ins Gesicht und man wünscht sich einen Gehörsturz, und
Besserung ist nicht in Sicht. Zwar sind die Jungs nicht unbegabt, aber
sie sollten sich lieber als Metallica-, oder eben Beatles-Coverband
vermarkten. Da würde im schlimmsten Fall nämlich nur eine Kultband
leiden müssen.
Selbst wenn die
Stimme vom Sänger „Jaymz Lennfield“ wirklich SEHR nahe an Herrn
Hetfield heranreichen kann, hört angesichts eines solchen
musikalischen Endlagerproblems und „Künstlernamen“ der Bandmitglieder
wie etwa „Kliff McBurtney“ selbst auf einem J.B.O.-Gig der Spass auf.
Nach einem zu langen Auftritt findet die Qual dann doch irgendwann ihr
Ende und „Sgt. Hetfield's Motorbreath Pub Band“ zeigt Gnade.
Das Trauma ist
noch nicht ganz überwunden, da treten schon die „Verteidiger des
wahren Blöedsinns“ auf die Bühne, um mit „ein Fest“ einen Auftritt
voller Überraschungen würdig einzuleiten. Massig Titel die man kaum
erwartet hätte werden rausgekramt, und so geben die „bösen Vier“ neben
„1001 Nacht“, „Sex, Sex, Sex“, und „Ich sag' J.B.O.“ auch
unveröffentlichtes Material wie etwa den „Rammstein Reggae“ zum
Besten. Selbstverständlich sind auch wieder alle Klassiker sowie
einige Songs von der neuen Scheibe mit im Boot, und zu „Ein guter Tag
zum Sterben“ übernimmt „Jaymz Lennfield“ die Vocals um einem diesmal
vor Lachen über sein schlechtes Deutsch zum heulen zu bringen. Nicht
nur die Besucher, sondern auch die Jungs von J.B.O. können sich
zwischenzeitlich vor Lachen kaum beherrschen, und ich muss spontan an
die Studioaufnahmen von Manowars „Herz aus Stahl“ denken.
Trotz Jaymz
Performance und anfänglichen Soundproblemen ist der gesamte Auftritt
Top, und die Komplikationen werden durch eine doppelte Zugabe mehr als
wieder ausgebügelt.
Die Verteidiger
ziehen nach einer Siegreichen Schlacht weiter um noch andre Städte
Deutschlands zu erobern, und man kann nur hoffen, dass sie sich nie
wieder mit dem Königreich um Jaymz und seine Hoffnaren verbünden
werden.
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